Shoptest in der IWB
In der aktuellen IWB werden 4 Shopsysteme verglichen. Schön, dass mal jemand so einen Vergleich aufstellt, doch einige Punkte muss man doch einmal klarstellen. Die verglichenen Systeme sind doch eher die Versionen für eCommerce Starter. Die Zielgruppe der IWB ist glaube ich schon einige Schritte weiter. Hier sollten dem Nutzwert zuliebe doch die Enterprise Versionen verglichen werden, die auch alle Features der Software enthalten und auch weitere notwendige Parameter bei der Auswahl eines Systems in die Betrachtung einbezogen werden.
Wenn schon der Preis ein Faktor ist, dann sollte doch auch “Ausstattungsbereinigt” verglichen werden, d.h. die durchaus zukaufbaren Module der anderen Shops sollten auch bis zum Preis der teuersten Lösung aufgestockt werden. Weiterhin gibt es alle 4 Systeme in deutlich leistungsfähigeren Versionen, bei welchen sich das Pricing klar anders darstellt.
Auch die Performance der Systeme sowie der notwendigen Serverausstattungen und die daraus resultierenden Kosten gehören in solch einen Test. Eines der Systeme verträgt in der vorgestellten Version nicht mehr als eine handvoll gleichzeitige Aktionen auf dem Server, bevor dieser eine Fehlermeldung ausgibt und damit quasi zu einem Update zwingt.
Zum Vergleich der Installationsroutinen. Was soll das? Das Setup von Shopsystemen gehört wohl nicht zum Kerngeschäft von Retailern und zumeist haben diese keine eigenen Kapazitäten für Setup, Design und Customizing. Somit werden die meisten Projekte wohl über einen Partner abgewickelt. Dieser übernimmt eben die Entwicklung der Plattform. Hier gibt es technologiebedingt eben eine kleinere oder eben größere Auswahl an möglichen Partnern und damit auch eine breitere Preisvarianz.
Weiterhin ist manches geforderte Feature wie z.B. die Anbindung an eine Warenwirtschaft in einem System einfach zu realisieren, im anderen nur mit erheblichem Kosten. So kommt man mit den angesetzten 10.000 Euro im Projekt nur aus, wenn man eine Standardinstallation, Standardschnittstellen, Standarddesign und Standardfunktionen nutzt. Wer hier spart, wird jedoch sicher Abstriche in der Prozessintegration in der eigenen Orga machen müssen und damit Geld verschenken. Wer aber sagt, ich will ein dem CI entsprechendes Design, bisher nicht realisierte Funktionen und Anbindungen, kommt schnell in andere Preisdimensionen. Genau deswegen ist es überaus wichtig, bereits im vornherein (vor der Systemauswahl) zu wissen, welche Funktionen genau gefordert sind und welche Anpassungen/Kosten in dem einen oder anderen System daraus resultieren. Alleine der Aufwand für die Erstellung eines genauen Pflichtenheftes dürfte die Systemkosten aller vorgestellten Systeme bei weitem überschreiten. Somit ist ein solcher Test doch eher Augenwischerei als echte Hilfestellung und wer daraufhin den Kauf einer Software tätigt, wird mit Sicherheit mehr ausgeben haben als er geplant hatte.
Damit erst mal genug, auf die enthaltenen Fehler in der Tabelle will ich gar nicht erst eingehen.
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Dem kann in den meisten Punkten zustimmen. Wir sind mit unserem Shop als Referenzshop für Oxid genannt worden. Habe mich sehr gewundert über die zusammenfassende Tabelle und die Fehler, die bzgl. des Oxid Systems dort gemacht wurden. Alles in allem sind wir allerdings mit unserer Oxid Version sehr zufrieden. Schauen wir mal, wann wir an dessen Grenzen stoßen und auf die tatsächlich erheblich teurere Enterprise Version umsteigen müssen
Hab vor einem halben Jahr mein IWB Business Abo gekündigt. Da die Zeitung meiner Meinung nach sehr oberflächlich geworden ist. Da kann ich mittlerweile sehr viel bessere Infos aus div. Blogs (wie z.B diesem) entnehmen.
Der Fehler, den alle Zeitungen in diesen Bereichen machen. Danke übrigens für das Lob
Hallo! Ich suche schon etwas länger im Dschungel der Shopsysteme. Bisher ohne Erfolg. Vielleicht habt Ihr mir ja einen Tipp? Ich benötige eine Software, die einerseits einen normalen Shop ermöglicht aber andererseits auch die Vermittlung von Produkten anderer Hersteller möglich macht. Gibt es so etwas? Ich weiß, dass die Idee schwierig ist da es rechtliche Probleme, etc. geben kann.
Was verstehest du denn genau unter Vermittlung ? wie soll das ablaufen ?
Unter Vermittlung verstehe ich, dass ich keine Produkte kaufe oder lagere. Unter meiner Domain, die ein ganz spezielles Produkt beschreibt, könnten viele Anbieter ihre Produkte anbieten und verkaufen. Ich selbst würde “nur” eine Provision für Marketing und Vermittlung bekommen. Da ich aus diesem Bereich komme – kann ich hier viel Verkaufsunterstützung bieten die kleineren Unternehmen oft fehlt. Es müsste quasi eine “Zwischenstufe” im Shop eingebaut sein. Ein Kunde kauft. Das Geld und der Auftrag gehen direkt an den Hersteller, abzüglich einer Provision. Wichtig: ein gemeinsamer Warenkorb. Dankeschön für Deine Antwort.