Musikfernsehen war gestern

MTV, VH1, Viva und wie sie alle heissen, die Zeiten des Musikfernsehens sind vorbei. Seit Juli 2008 ist tape.tv die neue Plattform für Musikvideos online. Rund um die Uhr können User aus acht Musikgenres Videos auswählen und kostenlos anschauen. Von den vier Major-Labels Sony-BMG, EMI, Universal und Warner über Indies bis hin zum einzelnen Künstler finden sich im virtuellen Videoregal von tape.tv mittlerweile mehr als 17.000 Musikvideos – genreübergreifend und über die gesamte Bandbreite der Musikvideo-Ära. Und eben dieses  Konzept hat es mir angetan, die grossen Major Labels liefern den  Content und bewerben so Ihre Künstler. Brands steuern Ihre Werbeclips in zweit oder dritt Verwertung bei. tape.tv stellt die Plattform stahlt aus und berechnet. Eigentlich so naheliegend. Halt wie damals zu MTV & Co Zeiten.

Nach nur sieben Monaten zählen wir bereits 200.000 Unique User, die im Monat 2 Mio. Videos abrufen (Stand Dezember 2008). Im Vergleich zu anderen Anbietern sind wir mit durchschnittlich 26 Minuten führend in der Verweildauer. Die Zahlen werden weiterhin stark steigen, was uns schon jetzt zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber für die derzeitigen Marktführer macht.

Gute Zahlen, wobei zumindest die lange Verweildauer  daran liegen  dürfte das tape.tv oftmals in einem 2ten Browserfenster läuft. So als berieselung nebenbei, wie das gute alte Radio Als Geldquelle dient auch tape.tv die alseits beliebten Werbeeinnahmen. Nach jedem dritten Videoclip wird ein Werbeclip gezeigt und diesen kann man auch nicht skippen, Die Werbung ist aber sehr gut auf die Zielgruppen abgestimmt schlechte Versicherungsspots oder gar Waschmittelwerbung  sind nicht zu befürchten.

Langfristig möchte man jedoch weg von der Werbung zwischen den Clips. Gründer Conrad Fritzsch ist überzeugt, dass die klassische TV-Unterbrecherwerbung nicht auf das Netz übertragen lässt und das Kürzen der Spots auf zehn Sekunder keine Lösung ist. Deshalb hat tape.tv anscheinend ein neues Format entwickelt, das zeitgleich zum Musikvideo in der Umrahmung des Clips ausgestrahlt wird.  Dieses etwas einfallslos „360° Motion Ad“ getaufte Format erzeugt Aufmerksamkeit, unterhält und macht dem User Spaß, was die  die Testraten belegen sollen.

Interessant dürfte sein wie die koop mit dem VZ Netzwerk weitere User zu tape.zv spült auch wenn das Konzept für die verschiednen Ableger des Netzwerks noch nicht ganz zu stehen scheint. Wir sind gespannt.

Allgemeines

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