Das sterben der eBay-Shops

Während der Onlinehandel 2006 zweistellig zulegte, machen bei eBay offenbar viele Shops zu. Die Zahl der deutschen Powerseller soll im vergangenen Jahr erstmals von 15.000 auf 14.000 gesunken sein, hat die schon seit längerem mit eBay im Clinch liegende  Bettercom IT Systems ermittelt. Bei den eBay-Shops sieht es kaum besser aus: 14.900 der insgesamt 40.000 virtuellen Läden wurden nach Bettercom-Messung geschlossen, lediglich 14.400 kamen neu hinzu. Ebay dementierte die von Ebay-Kritiker Axel Gronen veröffentlichten Zahlen umgehend. “Die Angaben sind falsch”, sagte Unternehmenssprecher Alexander Witt. Neue Zahlen wollte er aber nicht nennen, sondern erklärte lediglich, Unseree Shops werden “weiterhin gut nachgefragt”. Weltweit sei die Zahl der Artikel, die in Ebay-Shops angeboten werden, außerdem im vergangenen Jahr stark gestiegen. Gronen beruft sich darauf, dass durch Bettercom täglich die Ebay-Bewertungsprofile analysiert würden und so genaue Aussagen möglich seien. Der Abwärtstrend sei seit dem 2. Quartal 2006 zu beobachten. “Der große Exodus kommt aber erst 2007,” glaubt Gronen. Viele Händler seien über die jüngsten Gebührenerhöhungen verärgert und versuchten die Käufer daher auf die eigenen Onlineshops umzulenken.

Aber nicht nur die steigenden Kosten machen den Ebay-Händlern zu schaffen. Auch die Umsätze würden sinken. Den teuren Werbekampagnen zum Trotz habe sich Ebay bislang nicht vom Flohmarkt-Image befreien können. “Auch wenn tatsächliche Betrugsfälle relativ selten sind, hat doch schon jeder von Ebay-Betrug gehört”, so Gronen. “Das beschädigt die Marke.

QUelle: Internetworld Business  

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